Ein dösiger Tag in Harjattula

Caro, Inga und Milena nutzen den freien Tag heute, um nochmal einen letzten Kurztrip nach Helsinki zu machen und sich eventuell im Kunstmuseum die aktuelle Picasso-Ausstellung anzugucken. Aus Unlustigkeit und einem Sättigungsgefühl an Kunstmuseumsarbeitstagenbesuchen bin ich hier geblieben. (Ja, ich weiß: Banause, Langweiler und so jemand studiert Kulturmanagement )

Begonnen hat der Tag wenig schön: Um 8.23 Uhr (!) klopfts an meiner Tür und wer steht davor? Lieblingsfreundin: Putzfrau jung. Putzfrau alt ist noch schlimmer und hat sich hier zum Hasssubjekt Nummer 1 entwickelt. Begonnen hat die Feindschaft mit einer Zettelnachricht wegen der Wäsche im Flur. Das hat man ja noch verstanden. Doch dann fing sie an uns aus der Mensa rauszuwerfen, obwohl noch Frühstückszeit war. Ein ander Mal kam sie in unsere Küche und hat finnisch fluchend unsere Tassen mitgenommen, die wir uns vorher in der Mensa-Küche erbettelt hatten (Jano sei Dank haben wir jetzt wieder neue, die im Zimmer gebunkert werden). Der Abschuss war, als sie gestern um viertel vor neun an die Türen geklopft hat und allen (naja, ich hab noch gepennt) wortlos einen Zettel unter die Nase hielt, auf dem steht, dass Frühstück ab sofort nur noch bis neun geht. Die Sau!

Naja, heute war es also Putzfrau jung und sie wollte unsere Betten frisch überziehen sie wollte uns das Bettzeug geben, damit wir die Betten frisch überziehen. Komischerweise konnte sie auf einmal englisch und komischerweise hat sie mich angelächelt. Ein anschließender Blick in den Spiegel hat mir allerdings verraten, dass sie mich höchstwahrscheinlich nicht angelächelt, sondern ausgelacht hat. Das hat mich beruhigt. Die Welt ist doch noch in Ordnung. Der Tag konnte beginnen. Naja, fast, erst hab ich nochmal 3 Stunden geschlafen, um dann das Abenteuer Wäsche waschen in Angriff zu nehmen. Es ist ein Glücksspiel, weil man nur manchmal eine unbesetzte Waschmaschine vorfindet. Ich hatte- wie immer in solchen unwichtigen Dingen des Lebens-Glück. Nach KartoffelnmitGemüseIrgendwas- Essen hab ich noch Jano "Moi" gesagt und bin verdauungsfördernd zum Meer spaziert. Die Sonne lachte und ich bin ne halbe Stunde im Spaghetti-Top auf dem Steg gelegen. Wäsche in den Trockner-zurück ins Haus-Zimmer geputzt-zurück zum Trockner-komische Finnen Jungs getroffen. Finnen-Junge dick erklärt mir, dass er seine Schuhe waschen wollte, aber das falsche eingestellt hat und tatsächlich die Waschmaschine zeigte drei Stunden an und es hat geschäumt wie Sau da drinnen. Betrunkener Finnen-Junge dünn hatte ne komische Mütze auf und ich meine Kamera vergessen zwecks Funny-hat-friend-Foto. Ich hab mich schnell davon geschlichen, die zwei waren unheimlich.

Seitdem vertreib ich mir die Zeit und lenk mich selber davon ab dieses blöde Essay über Konstruktivismus zu schreiben...Achja und ich hab Blaubeerlakritze gegessen. Es war lecker und nur ein bisschen salzig. Hat überzeugt.

Ina am 2.10.09 16:04

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Inga (2.10.09 23:06)
WEM SEI DANK HABEN WIR NEUE TASSEN?


Ina (3.10.09 10:43)
Na gut, Inga und Jano sei Dank ;-)

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