Ein chilliger Tag in Helsinki

Kultur - Herbstsonne - blauer Himmel - schlendern und bummeln - entspannte Atmosphäre: so könnte man den Tag in Helsinki umschreiben.

An unserem letzten Wochenende fuhren wir in abgespeckter Version (ohne Ina) ein letztes Mal nach Helsinki. 

Mit ein wenig Wehmut und dem Wissen, dass unser Aufenthalt hier bald beendet sein wird, genossen wir den Tag in vollen Zügen. Alle Sinne waren auf Aufsaugen gestimmt! 

Nach der Besichtigung der aktuellen Picasso-Ausstellung im Ateneum art museum, sind wir den ganzen restlichen Tag durch die Gassen geschlendert, haben die Sonne genossen, haben auf den Esplanaden flaniert und entgegen unserer Pläne sogar kleine Schnäppchen erstanden: dazu zählten Marimekko-Täschelchen und Aarikka-Schneeflocken-Ohrringe  

Neben Schokolade-Probieren im finnischen Fazer-Café genossen wir Café & Co im Strindberg, einem wunderschönen Café an den Esplanaden mit Blick auf gewisse heißbegehrte Klamottenläden, von denen Inga ganz besessen ist  

Schlussendlich mussten wir uns jedoch um 19 Uhr von der Stadt und ihrem unheimlich ansprechenden ruhigen Flair verabschieden.

Schade, denn wir würden sooo gerne länger bleiben!!!

1 Kommentar Milena am 4.10.09 14:36, kommentieren

Ein dösiger Tag in Harjattula

Caro, Inga und Milena nutzen den freien Tag heute, um nochmal einen letzten Kurztrip nach Helsinki zu machen und sich eventuell im Kunstmuseum die aktuelle Picasso-Ausstellung anzugucken. Aus Unlustigkeit und einem Sättigungsgefühl an Kunstmuseumsarbeitstagenbesuchen bin ich hier geblieben. (Ja, ich weiß: Banause, Langweiler und so jemand studiert Kulturmanagement )

Begonnen hat der Tag wenig schön: Um 8.23 Uhr (!) klopfts an meiner Tür und wer steht davor? Lieblingsfreundin: Putzfrau jung. Putzfrau alt ist noch schlimmer und hat sich hier zum Hasssubjekt Nummer 1 entwickelt. Begonnen hat die Feindschaft mit einer Zettelnachricht wegen der Wäsche im Flur. Das hat man ja noch verstanden. Doch dann fing sie an uns aus der Mensa rauszuwerfen, obwohl noch Frühstückszeit war. Ein ander Mal kam sie in unsere Küche und hat finnisch fluchend unsere Tassen mitgenommen, die wir uns vorher in der Mensa-Küche erbettelt hatten (Jano sei Dank haben wir jetzt wieder neue, die im Zimmer gebunkert werden). Der Abschuss war, als sie gestern um viertel vor neun an die Türen geklopft hat und allen (naja, ich hab noch gepennt) wortlos einen Zettel unter die Nase hielt, auf dem steht, dass Frühstück ab sofort nur noch bis neun geht. Die Sau!

Naja, heute war es also Putzfrau jung und sie wollte unsere Betten frisch überziehen sie wollte uns das Bettzeug geben, damit wir die Betten frisch überziehen. Komischerweise konnte sie auf einmal englisch und komischerweise hat sie mich angelächelt. Ein anschließender Blick in den Spiegel hat mir allerdings verraten, dass sie mich höchstwahrscheinlich nicht angelächelt, sondern ausgelacht hat. Das hat mich beruhigt. Die Welt ist doch noch in Ordnung. Der Tag konnte beginnen. Naja, fast, erst hab ich nochmal 3 Stunden geschlafen, um dann das Abenteuer Wäsche waschen in Angriff zu nehmen. Es ist ein Glücksspiel, weil man nur manchmal eine unbesetzte Waschmaschine vorfindet. Ich hatte- wie immer in solchen unwichtigen Dingen des Lebens-Glück. Nach KartoffelnmitGemüseIrgendwas- Essen hab ich noch Jano "Moi" gesagt und bin verdauungsfördernd zum Meer spaziert. Die Sonne lachte und ich bin ne halbe Stunde im Spaghetti-Top auf dem Steg gelegen. Wäsche in den Trockner-zurück ins Haus-Zimmer geputzt-zurück zum Trockner-komische Finnen Jungs getroffen. Finnen-Junge dick erklärt mir, dass er seine Schuhe waschen wollte, aber das falsche eingestellt hat und tatsächlich die Waschmaschine zeigte drei Stunden an und es hat geschäumt wie Sau da drinnen. Betrunkener Finnen-Junge dünn hatte ne komische Mütze auf und ich meine Kamera vergessen zwecks Funny-hat-friend-Foto. Ich hab mich schnell davon geschlichen, die zwei waren unheimlich.

Seitdem vertreib ich mir die Zeit und lenk mich selber davon ab dieses blöde Essay über Konstruktivismus zu schreiben...Achja und ich hab Blaubeerlakritze gegessen. Es war lecker und nur ein bisschen salzig. Hat überzeugt.

3 Kommentare Ina am 2.10.09 16:04, kommentieren

Verzaubert im Cirque du soleil

Sehr überraschend hat uns gestern Jarmo, Caros Chef vom Internetzeugs-Team, Karten für den Cirque du soleil organisiert, der gerade in Turku gastiert. Turku2011 hat wohl einige Artisten des Zirkus für die Eröffnungsshow engagiert, so dass der Cirque sich großzügig gezeigt hat.

Wir sind also direkt nach der Arbeit mit dem Bus zur Turkuhalli gefahren, in der die Veranstaltung statt fand. Normalerweise ist das eine Eishalle und dementsprechend kalt war es da drinnen auch, aber nichtsdestotrotz bekamen wir eine großartige Show geboten und das sage ich, die sich normalerweise nicht viel aus bunten Kostümen, viel Musik und großer Show macht. 

Die Show wurde von einem Ansturm der Künstler eröffnet. Clowns mit langen weißen Nasen und schrillen Phantasiekostümen. Der Hauptbestandteil der Veranstaltung waren dann doch die Artistikeinlagen, zwei Mal gab es aber auch einen Auftritt eines wirklich witzigen Pantomime-Beatbox-Künstlers, eines Jongleurs und vieles mehr. Ja, uns hat es gut gefallen und vor allem war's ja umsonst Wer weiß, ob wir sonst einmal 70 Euro für Zirkuskarten ausgegeben hätten. Ich wahrscheinlich nicht.

2 Kommentare Ina am 1.10.09 12:28, kommentieren

shopping contest

Gestern im Kukka haben wir Bilanz gezogen:

Wer hat zu welchem Preis-Leistungs-Verhältnis am meisten geshoppt und ich möchte betonen: NEIN, nicht ICH! J

 

Hier nun die Platzverteilung:

 

Massen-contest: Wer hat die meisten Teile gekauft (vornehmlich Klamotten):

Platz 1: Ina mit 19 Stücken (davon 8 Oberteile und mehrere Röcke…

Platz 2: Milena mit 13 Sachen (davon 6 Kleider und 3 Schals!!)

Platz 3: Inga mit 11 Sachen (tausend verschiedene Dinge)

Platz 4: Caro mit 5 Sachen (darunter eine fette Longchamps-Tasche)

 

money-contest; Wer hat am meisten ausgegeben?

Platz 1: Inga (aber zur Verteidigung: sie brauchte dringend Schuhe, weil ihre alten Löcher hatten, also very useful)

Platz 2: Ina

Platz 3: Milena

Platz 4: Caro

 

Preis-pro-Stück-contest: Wer hat den geringsten Durchschnittswert: money : Käufe

Platz 1: Ina (hat am günstigsten geshoppt, unsere Schnäppchenqueen!)

Platz 2: Milena

Platz 3: Caro

Platz 4: Inga (kauft halt am teuersten )

 

Fazit: Milena hat nie Platz 1 erreicht und muss damit den Titel shopping-queen an Ina abtreten, die am meisten und am günstigsten geshoppt hat: Gratulation.

 

Jetzt bleibt nur noch die Frage zu beantworten: Wer gewinnt den Übergewichtscontest am Flughafen nächste Woche? 11 Euro muss man pro Kilo bei der Scandinavian Airline zahlen.

Hmm, in Anbetracht der Tatsache, dass Milena bereits beim Hinflug 20,4 kg hatte, könnte es passieren, dass sie wenigstens DIESEN contest gewinnt…. *dabei bin ich da gar nicht scharf drauf*

Naja, man wird sehen was die Waage am airport anzeigen wird…

 

Und wer weiß, ob nicht bis dahin noch ein paar Kilo dazugekommen sind??

2 Kommentare Milena am 30.9.09 11:24, kommentieren

Maanantai, 28. Syyskuu 2009

Liebes Tagebuch!

Heute war der Tag unserer Finnisch-Klausur. Dafür haben wir den ganzen Sonntag "gelernt"- die einen mehr, die anderen weniger. Caro hat sogar von finnischen Vokabeln geträumt. Die Klausur war dann allerdings nicht sooo schwer. Einfach war sie aber auch nicht unbedingt. Ich hab versucht mich durchzuschlängeln und es hat ganz gut funktioniert. Das Ergebnis waren so schlaue Sätze wie "Appelsini on oranssi", aber auch ein von mir verfasster Dialog in dem es um den Kauf eines Kleides und die spontane Umentscheidung für Schuhe ging, weil mir nicht mehr einfiel, was "Ich nehme beides" heißt.

Milenas Dialog: "Was kostet die Hose?" "45 Euro" "Was kosten die Socken?" "3 Euro" und jetzt kommts: "Was kostet beides zusammen?" "48 Euro". Man sieht, sie hat ihre 1,7 in der BWL-Klausur zu Recht bekommen.

 

Dann gab es heute Cüürri-Reis mit Soja-Hack und beim bezahlen einen extrem witzigen Monolog Dialog zwischen Janno und Milena, den ich leider nicht wiedergeben darf, aber den ich hier festhalten muss, um mich auch in drei Jahren noch drüber zu amüsieren. 

 

Nach dem Cürry-Reis haben wir unseren finnischen Dozenten, Pekka, getroffen, der sich über Ludwigsburger Gepflogenheiten geäußert und dabei den Nagel auf den Kopf getroffen hat.

 

Die Mädls gehen jetzt in die Sauna, Milena und ich bleiben aber hier, weil Milena ein Skype-Date hat und ich Platzangst. Ich habe mir aber vorgenommen, zumindest einmal mitzugehen und mit einer Konfrontationstherapie die worst-case Kombination aus Hitze, engem Raum und Menschen zur Heilung zu nutzen.

 

Zu guter letzt noch die aktuelle Wetterlage: Sonnenschein bei gefühlten 22 Grad. 

Ina am 28.9.09 17:05, kommentieren

Typisch finnisch – ein Zwischenfazit

Die Finnen…

… trinken immer Milch zum Lunch

… essen sehr früh zu Mittag: bereits um 11 Uhr, um 12 bekommt man schon nichts mehr

…. sind Heavy Metal-Fans

… haben einen interessanten Klamottenstil: bunt gemixt, immer Leggins, egal welche Farbe, Muster oder Dicke der Beine, Muster in allen Kombinationen, farbenfroh grauenhaft

… sind als Kinder hübsch und meist blond; mit der Pubertät kommt dann der grauenhafte Emo-Look

... flechten gerne ihre Haare

… heiraten früh (siehe Petra)

… sind familienfreundlich: junge Finnen- und Schwedenväter schieben in Massen Kinderwagen vor sich her:  hier scheint eine gänzlich andere Familienpolitik zu herrschen

… lieben Sauna

… sind Lakritze-besessen

… stehen auf Salmiakki, je salziger desto besser

… mögen Cider

… leben im teuersten Land Europas

… lieben Fazer-Schokolade

… tragen Reflektoren am Körper

… sind spielsüchtig: Spieleautomaten gibt es sowohl in Supermärkten als auch auf Fähren

… desinfizieren leidenschaftlich gern ihre Hände

... können skipsringen siehe Janne Ahonen und Hautamäkki

… können Formel 1 fahren siehe Mika Häkkinen

… habens designmäßig voll drauf siehe Alvar Aalto

... lieben Popoduschen

… werden an ihre Namenstage durch Banner im Bus erinnert

… besitzen traumhafte summer cottages

… leben im Land der Elche

1 Kommentar Milena am 26.9.09 22:00, kommentieren

Dem Kaufrausch erlegen

In Finnland und auch in Schweden trägt man gerne Rock und Kleid. Wir unterstützen das sehr, genauso wie wir große Anhänger diverser finnischer Modeketten sind. Heute war also unser Shoppingtag im Mylly (dem größten Shoppingcenter in Südwestfinnland).

Das Ergebnis:

300 Gramm Strumphose& Leggins

400 Gramm Rock

100 Gramm T-Shirt

100 Gramm Longsleeve

400 Gramm Pullunder

Zusammengerechnet mit dem ganzen Zeug, das ich vorher schon gekauft hab- genauer gesagt:70 Gramm Schal, 300 Gramm Kleid, 300 Gramm Rock, 200 Gramm Pullover, 150 Gramm Bluse, 100 Gramm Mütze und (sehr schwerwiegender Kauf) 500 Gramm Stiefel- ergibt das: Übergepäck! Verdammt...und da ist die ganze Schoki noch nicht mitgerechnet, die nicht nur an meinen Hüften, sondern auch im Gepäck die Reise nach Deutschland antreten soll.

 

Ina am 26.9.09 21:36, kommentieren